Villa im "Concessie"-Viertel von De Haan

Die Bau-Genehmigung des belgischen Königs Leopold II. im Jahr 1889 für ein Dünengebiet an der Küste legte nicht nur den Grundstein für das heutige De Haan. Sondern auch die Basis für den noch heute erlebbaren besonderen Jugendstil-Charme des Badeortes. Denn Lepold II. definierte in der Genehmigung („Concessie“) wichtige Auflagen für die Bauherren im Gebiet zwischen dem Seedeich und der Küstenstraßenbahn: Eine bestimmte Bauhöhe durfte nicht überschritten werden, die Häuser mussten ringsum von Gärten umgeben sein und somit freistehen. Und schließlich mussten die Villen im anglo-normannischen Baustil gebaut sein.

Dies beherzigte auch 1910 der Aachener Architekt Josef Stübben, der mit der Erweiterung des ursprünglichen „Concessie“-Gebietes beauftragt wurde. Aufgrund der ursprünglich erteilten Genehmigung besteht auch heute die Bebauung in der „Concessie“ hauptsächlich aus weißen Villen sowie Ferienhäusern und Hotels im Stil der „Belle Époque“ und im englisch angehauchten Landhausstil. Wie zum Beispiel die „Villa Savoyarde“ in der Shakespearelaan, in der Albert Einstein 1933 nach seiner Flucht aus Deutschland und vor seiner Emigration in die USA sechs Monate lang lebte. Die Legende berichtet, dass Einstein mit dem belgischen König Albert I. und seiner Frau Elizabeth befreundet war und gerne gemeinsam mit ihnen auf der Terrasse des Grandhotels eine Tasse Tee trank.

Stilvolle Architektur lädt auch heute zum Bummeln und Genießen in De Haan ein

Auch die Tramstation der Küstenstraßenbahn „de Lijn“ stammt aus der „Belle Epoque“-Zeit wie auch das heutige Gemeindehaus De Haans, in dem ursprünglich mal das „Grand Hotel Coq-sur-Mer“ untergebracht war. Und auch zahlreiche Hotels im Ortskern von De Haan wie das „Hotel De Gouden Haan“ oder das „Hotel Astoria“ zeugen von der prachtvollen „Art Deco“-Architektur De Haans und strahlen auch heute einen charmanten Glanz aus.

Am besten lernt man das historische, anglo-normannische Villenviertel De Haans bei einem Spaziergang längs der Normandielaan, Rubenslaan, Jornaenslaan, Tenierslaan oder rund um den Park „La Potiniére“ kennen. Oder beim Besuch des jährlichen Jugendstil-Festival „Trammelant“, bei dem ganz De Haan im „Belle Epoque“-Stil dekoriert ist und sich die De Haaner und ihren grünen und charmanten Badeort authentisch feiern.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .