Die 17 Kilometer lange Küste zwischen Cadzand-Bad und Breskens ist nicht nur mit Dünen und Deichen gesichert sondern auch mit Steindämmen und Wellenbrechern. Vom Strand beim Naturschutzgebiet „Het Zwin“ im äußersten Südwesten bis zu den Stränden bei Breskens im Nordosten ragen die steinernen Dämme und auf ihnen die hölzernen Pfähle meist in Zweier-Reihe bei Ebbe aus dem Wasser; bei Flut sind die die Dämme mit den Holzstämmen zum großen Teil komplett unter Wasser. Die Wellen der Nordsee werden durch die „Paalhoofden“ abgebremst und rollen beruhigter an den breiten Sandstrand. An den Holzpfählen wachsen Muscheln, zwischen den baumstammdicken Pflöcken bilden sich je nach Wasserstand flache Priele, in denen sich Krebse, Fische, Seesterne und anderes kleine Meeresgetier tummelt. Auf den Steinen entsteht Schlick und Moos, Algen, kleine Muscheln und Austern siedeln sich dort an.

Für Schwimmer und Badende können die Wellenbrecher in mehrfacher Hinsicht gefährlich werden: Bei auf- und ablaufendem Wasser können in ihrer Nähe kräftige Wasserwirbel und starke Strömungen entstehen, die zusammen mit Wellen die Badenden an die Holzpfähle drücken, wenn die Schwimmer diesen zu Nahe kommen. Auch wenn die Holzreihen und Dämme aus Stein vom Wasser komplett überspült sind oder teilweise trocken gefallen sind, sollten Schwimmer und Strandgänger vorsichtig sein, da die feuchten Steindämme rutschig sind. Wer dann ausrutscht, verletzt sich schnell an den scharfkantigen Muscheln, die auf ihnen und an den Holzpfählen wachsen.

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