Nördlich von Groede zwischen Groese Duintjes und Schoneveld bei Breskens entsteht das 350 Hektar große Naherholungsgebiet „Waterdunen“ auf dem Gelände des ehemaligen Campingplatzes „Napoleon Hoeve“ und den angrenzenden „Oud- en Jong Breskenspolder“. Initiator Molencaten und die Stiftung „Het Zeeuws Landschaap bauen mit Unterstützung der Provinz Zeeland und der Gemeinde Sluis eine Kombination aus verstärkter Küstenbefestigung, künstlich erzeugtem Naturschutzgebiet und modernen Ferienunterkünften südlich des Leuchturms von Breskens.

So sorgt eine Deichschleuse, der „Getijdenduiker“, dafür, dass mit der Flut salziges Meerwasser kontrolliert das Polderland überflutet und bei Ebbe wieder abfließt. Vier Röhren führen durch den Deich, drei von ihnen lassen das Salzwasse bei Flut in die „Waterdunen“ und bei Ebbe wieder ausfliessen. Die vierte Röhre sorgt für die Entwässerung von überflüssigem Polderwasser  aus den benachbarten Gebieten der „Waterdunen“.

Mit dieser Konstruktion wird die Grundlage geschaffen für die typische Bewachsung von salzwasserliebenden Gräsern und Pflanzen. Diese wiederum bieten die Basis für Vögel, die die Dünen- und Küstenzone lieben und das seichte, leicht salzige Schlick- und Grodengebiet zum Brüten, Leben oder Rasten nutzen. Störche, Fluss-, Brand- und Zwergseeschwalben, Lachmöwen, Seeregenpfeifer, Austernfischer, Säbelschnäbler oder Grau- und Brandgänse nutzen das „Waterdunen“-Gebiet als Rast-, Lande- und Brutplatz.

„Waterdunen“ bei Breskens:
Der Natur wird wieder Raum und Platz gegeben

In den „Waterdunen“ werden rund 14 Kilometer Wanderpfade und mehrere Vogelbeobachtungsstationen gebaut, so dass Naturliebhaber und Vogelkundler die seltenen Vögel aus der Nähe studieren können. Touristisch wird das integrale Natur- und Erholungsprojekt „Waterdunen“ im finalen Ausbauzustand ab Ende 2018/Anfang 2019 ein Vier-Sterne-Hotel mit 80 Zimmern, 400 Ferienwohnungen und 200 Dünencampingplätze bieten. 150 bis 200 Millionen Euro sollen dann investiert sein, zwischen ’t Killetje und Het Zandertje werden dann circa 1,5 Millionen m3 Erde und circa 400.000 m3 Sand bewegt worden sein.

„Waterdunen“ sorgt aber nicht nur für einen Impuls für die regionale Tourismus-Wirtschaft und eine Renaturierung der Landschaft. Es bietet gleichzeitig auch die Lösung für eine sichere Küste Seeländisch-Flanderns. Denn bis 2016 waren die Dünen und der Deich bei Breskens eine der Schwachstellen der niederländischen Küste; eine Befestigung der Küste war daher zum Schutz des Hinterlandes notwendig. Die landeinwärts projektierten Dünen von „Waterdunen“ wurden so konzipiert, dass die Küstenbefestigung dort die erforderliche Sicherheit gegen Überflutungen über einen Zeitraum von 50 Jahren gewährleistet und dar- über hinaus die Möglichkeit bietet, mit dem erwarteten Meeresspiegelanstieg mit zu wachsen. „Waterdunen“ soll Ende 2025 komplett finalisiert sein.

Auf Exkursionen mit Natur-Guides Fauna und Flora der Waterdunen hautnah kennenlernen

Der seeländisch-flandrische Naturschutzverband „Het Zeeuwsze Landschap“ bietet in den Sommermonaten geführte Exkursionen durch die zu den „Waterdunen“ gehörenden „Groese Polders“ an; die Tour beginnt beim Strandpavillon „Loods Tien“, Nieuwesluisweg 50 in Breskens. Der Verband betreibt auch das „Kustlaboratorium“ auf dem ehemaligen Bauernhof „t`Hof Waterdunen“: Auf dem 30 qm großen Gelände wird unter anderem der Anbau von Pflanzen und Gemüse wie „Zeekral“ und „Lamsoor“, das salzhaltiges Wasser mag wissenschaftlich untersucht.


Weitere Informationen www.waterdunen.nl


Veranstaltungen im Naturschutzgebiet Waterdunen

Zur Zeit gibt es keine bevorstehenden Veranstaltungen, die angezeigt werden können.


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