Start Ausstellung "Jugendstil versus Art déco?" in Brüssel

Ausstellung „Jugendstil versus Art déco?“ in Brüssel

Ausstellung „Jugendstil versus Art déco?“ in Brüssel
Ausstellung „Jugendstil versus Art déco?“ in Brüssel
Wann:
18. August 2026 um 14:00 – 17:30
2026-08-18T14:00:00+02:00
2026-08-18T17:30:00+02:00
Wo:
Hortamuseum
Amerikaansestraat 27
1060 Sint-Gillis/Brüssel

Vom 25. Juni 2026 bis zum 11. Januar 2027 zeigt das Horta-Museum in Brüssel die Ausstellung „Art nouveau versus Art Déco? 1850–1950: Ein Jahrhundert in 31 Sitzmöbeln“. Anhand von rund dreißig Sitzmöbeln bedeutender Architekten und Designer – von Victor Horta und Henry van de Velde bis zu Le Corbusier und Marcel Breuer – eröffnet sie einen neuen Blick auf ein Jahrhundert tiefgreifender Veränderungen in Design und Architektur der westlichen Welt. Jugendstil und Art déco, die häufig als Gegensätze gelten, treten dabei über das Sitzmöbel miteinander in Dialog. Als prägendes Objekt der Innenarchitektur bildet es den roten Faden durch die Ausstellung und macht zugleich die Kontinuitäten zwischen den Generationen von Gestaltern sichtbar. Ergänzend präsentieren Studierende des Industriedesigns an der Kunsthochschule La Cambre im Wohnhaus und Atelier Victor Hortas Prototypen von Sitzgelegenheiten für die Besucherinnen und Besucher. Einer dieser Entwürfe wird ausgewählt und dauerhaft in den Rundgang des Horta-Museums aufgenommen.

Horta-Museum in Sint-Gillis in Brüssel zeigt Unterschied zwischen extravaganten Jugendstil und elegantem Art déco

Damit knüpft die Ausstellung unmittelbar an den besonderen Schauplatz an: Die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Gebäude des heutigen Horta-Museums im Brüsseler Stadtteil Saint-Gilles wurden 1898 von dem berühmten belgischen Jugendstilarchitekten Victor Horta auf zwei Parzellen in der Rue Américaine als Wohnhaus und Atelier errichtet. Als Pionier des Jugendstils entwickelte Horta eine von der Arabeske geprägte Formensprache und revolutionierte zugleich den traditionellen Grundriss des bürgerlichen Hauses. Mit einem Oberlicht über dem großzügigen Treppenhaus brach er mit der üblichen Struktur aus Beletage und drei hintereinanderliegenden, eher dunklen Zimmern. Darüber hinaus schöpfte er die Möglichkeiten handwerklicher Fertigung und industrieller Materialien wie Eisen, Gusseisen und Glas konsequent aus. Sein Anspruch bestand darin, Architektur, Kunst und Innenausstattung zu einem Gesamtkunstwerk zu verbinden, das den Alltag zu einer ästhetischen Erfahrung werden ließ. Heute beherbergt das Museum außerdem ein Forschungszentrum zu Victor Horta und zum Jugendstil. Hortas persönliche Archive, die Pläne seiner Bauten und die Bibliothek sind nach Vereinbarung zugänglich.